Trigurtas – Teil 2 

„Wir handeln heute mit unseren Erfahrungen von gestern mit dem Blick auf das Morgen.“
Kinder können einen anderen Weg gehen, wie ihre Eltern. Sie können ganz anders sein in ihrem Sein und der Aussage „Der Apfel fällt nicht weit vom Stamm.“ als Trugschluss enttarnen. 
Wie häufig kommt das vor? Ab wann „zählt“ diese Aussage? Oder eben nicht? 
Bin ich eine Rabentochter, weil ich eine andere Mutter als meine Mutter bin? 
Alte Wunden heilen. Wir bekommen neue, andere. So hofft man. Wenn man aus den Fehlern von gestern heute gelernt und anders handelt. 

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Heilsamer Schmerz 

Ich hatte allerlei Namen für meine Gefühle. Es war so gewaltig, dass ich keine Ahnung hatte, wie ich diese Gefühle „ertragen“ soll. Schon allein diese Bezeichnung zeigt doch meine Unfähigkeit, Dingen und Gefühlen die richtigen Worte zu verleihen. Geschweige, dementsprechend zu handeln. Heute weiß ich, dass ich mich in einer Hülle befand, die so eng an mir lag, die null Raum für etwas bietet. Zwangsweise nimmt es mir den Atem, wenn plötzlich intensive Gefühlswellen deren Rahmen sprengt. Wozu dieses Platzen mich alles trieb, treibt mir noch immer die Schames Röte ins Gesicht.
Ich habe Angst vor Gefühlen. Demzufolge auch vor allem, dass damit in Zusammenhang steht. Heute weiß ich, dass der Grund in meiner Feinfühligkeit für feinstoffliche Energien zu finden ist. Ich habe nie lernen können, kompetent damit umzugehen. Mein mangelndes Wissen darüber stellt nur einen Teil davon dar. Die Gefühle, insbesondere Ängste, meines Umfeldes prägten mich mit. Sie klebten förmlich an mir. Mittlerweile kann ich wieder atmen. Mich aus diesen Schichten jener Hüllen zu befreien, tut mir gut. Es zeigt mir auch die Notwendigkeit, dass ich dringend eine gesunde Schutzhülle brauche, die auch durchlässig ist. Durchlässig für positive Gefühle und Gedanken.
Kundalini schläft. Ich habe vor, sie zu wecken. Sie ist einer meiner Schlüssel, dass ich trotz meiner Sensitivität für feinstoffliche Energien voll und ganz am Leben teilnehmen kann. Ein anderer ist, mir das benötigte Wissen über feinstoffliche Energien im Alltag anzueignen und mit dem zu kombinieren, was ich in meiner Traumatherapie lernte.

 

Mittlerweile weiß ich auch, dass ich falsch therapiert worden bin. Eine Therapie im Umgang mit Nahtoderfahrungen wäre wohl für mich mehr von Nutzen gewesen. Inzwischen habe ich mich in das Leben verliebt, es ist es mir wert meine Angst zu überwinden. Trotz all meiner Ängste vor dem Morgen freue ich mich auf den nächsten Tag. Trigurtas. Ich bekam so viele Chancen geschenkt – ich lebe noch und dafür bin ich dankbar.