Heilsamer Schmerz 

Ich hatte allerlei Namen für meine Gefühle. Es war so gewaltig, dass ich keine Ahnung hatte, wie ich diese Gefühle „ertragen“ soll. Schon allein diese Bezeichnung zeigt doch meine Unfähigkeit, Dingen und Gefühlen die richtigen Worte zu verleihen. Geschweige, dementsprechend zu handeln. Heute weiß ich, dass ich mich in einer Hülle befand, die so eng an mir lag, die null Raum für etwas bietet. Zwangsweise nimmt es mir den Atem, wenn plötzlich intensive Gefühlswellen deren Rahmen sprengt. Wozu dieses Platzen mich alles trieb, treibt mir noch immer die Schames Röte ins Gesicht.
Ich habe Angst vor Gefühlen. Demzufolge auch vor allem, dass damit in Zusammenhang steht. Heute weiß ich, dass der Grund in meiner Feinfühligkeit für feinstoffliche Energien zu finden ist. Ich habe nie lernen können, kompetent damit umzugehen. Mein mangelndes Wissen darüber stellt nur einen Teil davon dar. Die Gefühle, insbesondere Ängste, meines Umfeldes prägten mich mit. Sie klebten förmlich an mir. Mittlerweile kann ich wieder atmen. Mich aus diesen Schichten jener Hüllen zu befreien, tut mir gut. Es zeigt mir auch die Notwendigkeit, dass ich dringend eine gesunde Schutzhülle brauche, die auch durchlässig ist. Durchlässig für positive Gefühle und Gedanken.
Kundalini schläft. Ich habe vor, sie zu wecken. Sie ist einer meiner Schlüssel, dass ich trotz meiner Sensitivität für feinstoffliche Energien voll und ganz am Leben teilnehmen kann. Ein anderer ist, mir das benötigte Wissen über feinstoffliche Energien im Alltag anzueignen und mit dem zu kombinieren, was ich in meiner Traumatherapie lernte.

 

Mittlerweile weiß ich auch, dass ich falsch therapiert worden bin. Eine Therapie im Umgang mit Nahtoderfahrungen wäre wohl für mich mehr von Nutzen gewesen. Inzwischen habe ich mich in das Leben verliebt, es ist es mir wert meine Angst zu überwinden. Trotz all meiner Ängste vor dem Morgen freue ich mich auf den nächsten Tag. Trigurtas. Ich bekam so viele Chancen geschenkt – ich lebe noch und dafür bin ich dankbar.

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Erfolgreich 

Am 15. Juni d. J. hatte ich eine tiefe spirituelle Erfahrung, die mein Leben grundlegend veränderte. Seit diesem Tag feiere ich fast täglich einen Erfolg.

Mein Erfolg von gestern Abend ist für mich besonders wertvoll. In einer für mich nie erlebten Variante sah ich alle Schrecken, warum ich so weit von meinem Weg ab „geboren“ wurde, übersichtlich vor mir liegen.
Das Besondere daran ist, dass ich lieb zu mir sein konnte. Ich badete und pflegte meinen Körper. Ich konnte sogar eine Schere zur Hand nehmen, ohne dass selbstzerstörerische Bilder oder gar Handlungen zu Tage traten. Ich sah sogar in den Spiegel und zupfte mir die Augenbrauen.
Ich bin permanent bei Bewusstsein. Stabil. Diese Mauern von früher ist weg, hinter mir, doch weg.
Achtsamkeit mit sich selbst ist wichtig. Mein Drang, es zu schreiben, zu benennen ist groß. Um mir selbst zu beweisen, worin genau der Unterschied zwischen Heute und Damals liegt.
Es braucht gegenteilige Erfahrung und um diese erfahren zu können, bin ich die Einzige, die die Tür dazu öffnen kann. Die Tür ist schon auf und wohl noch zögerlich iller ich durch den Türspalt. Ich bin mehr neugierig als ängstlich. Ich fange sogar an, mich zu freuen.